Spiritueller Impuls

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass sich in den Worten „denken“ und „danken“ nur ein Buchstabe ändert? Die Worte haben sehr viel Ähnlichkeit. Denken heißt danken.

Ich bin dankbar für so vieles in meinem Leben. Dass ich mir all das leisten kann, was ich zum Leben brauche, ist für mich Grund zur Dankbarkeit. Dass es Menschen gibt, die für mich da sind. Dass es Menschen gibt, die Aufgaben verrichten, die ich nicht tun kann, weil mir die Zeit dafür fehlt, oder die ich einfach gar nicht machen könnte - selbst wenn ich es wollte.
Mir wird immer wieder neu bewusst, dass wir Menschen aufeinander angewiesen sind. Dass im Miteinander und im Füreinander ein großer Wert liegt, der Leben erst ermöglicht.

Das Erntedankfest erinnert uns jedes Jahr daran, dass wir viele Gründe haben dankbar zu sein.

Ich lade Sie zu zwei Dankbarkeitsübungen ein:

1.    Nehmen Sie sich 30 Minuten Zeit, um eine Dankbarkeitsliste zu schreiben. Notieren Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Wofür sind Sie in ihrem Leben dankbar? Das können beispielsweise bestimmte Fähigkeiten sein („Ich kann gut planen“) oder Zustände („Ich bin gesund und ohne Schmerzen aufgewacht“) oder unverhoffte Erlebnisse (die Einladung zum Mittagessen..).

2.    Führen Sie ein Dankbarkeitstagebuch, in dem Sie jeden Abend notieren, was Ihnen heute geschenkt war und wofür Sie an diesem Tag dankbar sind.

Ich bin mir sicher, dass diese kleinen Übungen beitragen können, ein völlig neues Gefühl der Dankbarkeit für all die kleinen und großen Glücksmomente in unserem Leben zu entwickeln. Probieren Sie es doch einfach einmal aus!

Ihre Elfriede Notz, Seelsorgerin im Kinderhospiz St. Nikolaus