Gottesdienste in der Pfarreiengemeinde

Feier der Heiligen Woche

Für alle Tage der Kar- und Ostertage lade ich Sie herzlich ein, die religiösen Sendungen und Gottesdienste, die im Radio, Fernsehen, oder auch übers Internet angeboten werden, wahrzunehmen und auf diesem Wege mitzufeiern.

Übertragung des Gottesdienstes mit unserem ernannten Bischof Bertram Meier aus der Kapelle des Bischofshauses.

Werktags Mo.-Sa.  19.00 Uhr
Sonntags  10.00 Uhr
(auf Wunsch unseres Bischofs läuten in unseren Gemeinden hierzu um 9.45 Uhr die Glocken)

Allgäu-TV: https://www.allgäu.tv
katholisch1.tv: https://www.youtube.com/katholisch1tv

Feier zum Feiern von Hausgottesdiensten finden Sie am Ende dieser Seite.

Das Pfarrbüro ist bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen

Sie erreichen uns weiterhin Montag bis Freitag vormittags telefonisch und per Mail.


5. April  Palmsonntag

Eine Palmboschensegnung kann auf Anordnung der Diözese leider nicht erfolgen.

Jesus zieht in Jerusalem ein. Er reitet auf einem Esel.
Die Menschenmenge jubelt ihm zu: Hosianna unserem König.
Jetzt wird es kommen, das neue Reich. Jetzt werden sie befreit von der Fremdherrschaft der Römer. Das war die Hoffnung vieler. Jesus baut sein Reich auf, doch so ganz anders als erhofft und erwartet.
Die Jubelrufe verstummen, die Begeisterung schwindet von Tag zu Tag. Haben sie ihre Hoffnung auf den Falschen gesetzt?

Jesus Christus, Bruder und Herr, bewahre mich vor Enttäuschung und Verbitterung, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Lass mich festhalten an Dir, auch wenn ich Deine Pläne mit mir nicht verstehe.

Anregung für den Tag: Binden sie sich ein kleines Palmsträußchen aus Buchsbaum- oder Thujazweigen. Wer mag, kann ein kleines Kreuz (aus dünnen Ästen gebunden der einem anderen Material) hineinstecken oder ein bemaltes Osterei.

9. April  Gründonnerstag

Jesus feiert mit seinen Jüngern das jüdische Paschafest. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Gott hat sein Volk befreit. Jesus gibt diesem Mahl eine neue Bedeutung. Es wird zur Feier des letzten Abendmahles. Er nimmt Brot und Wein. „Das bin ich für euch! Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Jesus Christus, Bruder und Herr, du willst für mich sein wie nährendes Brot, wie Wein der Freude. Du verbindest dich aufs Engste mit uns und untereinander. Gib, dass wir bald wieder miteinander Eucharistie, Danksagung, feiern können.

Anregung für den Tag: Nehmen sie am Abend eine Scheibe Brot, sprechen sie ein Dankgebet bzw. Tischgebet (z.B.: Guter Gott, du schenkst uns, was wir zum Leben brauchen. Du gibst feste Nahrung und auch Nahrung unserer Seele. Wir brauchen beides, Brot und Rosen. Dafür danke ich/danken wir dir. Segne dieses Brot und segne alle, die mir/uns nahestehen. Wo es möglich ist, teilen sie das Brot  mit anderen und essen es ganz bewusst.
   

10. April  Karfreitag

Jesus wird wie ein Verbrecher gekreuzigt. Wir glauben an einen leidenschaftlich liebenden Gott, der für uns verletzbar geworden ist, der sich für uns hat verwunden lassen. Wir gedenken der wehrlosen Liebe Gottes. Er hat Schmerz, Leid und Tod am Kreuz auf sich genommen, um uns Heil und Heilung zu schenken.

Jesus Christus, Bruder und Herr, durch deine Wunden sind wir geheilt. Unsere Verwundungen und Verletzungen vertrauen wir deiner göttlichen Liebe und Barmherzigkeit an. Zu dir dürfen wir alles bringen: alle Rückschläge, Ängste, das Gefühl der Hilflosigkeit, die Trauer um einen lieben Menschen und alles was das Leben verdunkelt.

Anregung für den Tag: Wer die Möglichkeit hat, spazieren zu gehen, könnte einmal bewusst die Feld- und Wegkreuze in der Umgebung wahrnehmen, oder sich gezielt zu einem bekannten Kreuz auf den Weg machen. Während dem Gehen kann man darüber nachdenken, unter welchen Verletzungen und Verwundungen ich unter Umständen leide oder von wem ich weiß, dass er/sie ein schweres Kreuz zu tragen hat und sie dem Gekreuzigten anvertrauen.
Wer sich nicht auf den Weg machen kann, kann dies auch Zuhause im Blick auf ein Kreuz machen.


11. April  Karsamstag

Die Freunde und Freundinnen Jesu waren von tiefer Trauer erfüllt. Jesus lag in ein Leinentuch gehüllt in einem Felsengrab. Mit ihm haben sie all ihre Träume und Hoffnungen begraben. Und es war Sabbat, der Tag der Ruhe. Sie konnten nichts tun, nicht einmal den Toten einbalsamieren, wie es Sitte gewesen wäre. In unserem christlichen Glaubensbekenntnis bekennen wir, dass er in das Reich des Todes hinabgestiegen ist. Mit anderen Worten gesagt, Jesus hat sich in die tiefste Dunkelheit hinein begeben, die des irdischen Todes und all dem, wo Menschen ohne Hoffnung sind, sich haltlos fühlen und verzweifelt sind. Der Karsamstag konfrontiert uns mit den Gräbern unseres Lebens.   

Jesus Christus, Bruder und Herr, wenn Träume wie Seifenblasen zerplatzen, Hoffnungen sich nicht erfüllen, Menschen vor einem Scherbenhaufen stehen, sie mit dem Tod eines lieben Menschen umgehen müssen, dann lass sie daran nicht zerbrechen. Sei du ihnen in dieser dunklen Zeit nahe.

Anregung für den Tag: Schreiben sie auf ein Blatt Papier die Namen all der Verstorbenen, die mit ihrem Leben in Verbindung stehen, Angehörige, Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf kurzen oder langen Strecken. Manche Namen werden einen schmerzlichen Verlust wachrufen, andere vielleicht einfach nur Dankbarkeit, dass es sie gegeben hat.
All diese Menschen dürfen wir bei Gott wissen.


12. April Ostern – Hochfest der Auferstehung Jesu Christi

Am Ostermorgen werden um 8.00 Uhr in
unseren Pfarrkirchen die Glocken läuten!

Eine Speisensegnung kann auf Anordnung
der Diözese leider nicht erfolgen.


Der Herr ist wahrhaft auferstanden. Mit seiner Auferstehung ist dem Tod die Macht genommen. Ostern ist ein Fest des Lebens, ein Leben, das sich trotz so vieler Widrigkeiten nicht aufhalten lässt. Ostern lädt uns ein, dass wir uns für das Leben einsetzen. An diesem Osterfest bedeutet dies vor allem, die Menschen zu schützen, die besonders gefährdet sind – den notwendigen Abstand wahren – besonders an jene zu denken, die allein sind und sich über einen schriftlichen Gruß oder einen Anruf freuen würden.  

Jesus Christus, Bruder und Herr, lass trotz aller Unsicherheiten dieser Tage in uns österliche Freude aufkeimen. Gib, das sie in uns zur Kraft wird, die uns verantwortungsvoll handeln lässt, die sich allem Lebensfeindlichen widersetzt. Lass uns Ostern feiern im Gedenken an alle, die allein sind, an alle, die jetzt besonders leiden. Lass uns Ostern feiern in der Gewissheit, dass du unsichtbar bei uns bist.         

Anregung für den Tag:
Gestalten sie diesen Sonntag, soweit es ihnen möglich ist, festlich.

In der Bibel finden sich die österlichen Berichte von der Auferstehung Jesu bei Matthäus ab Kapitel 28, bei Markus ab Kapitel 16, bei Lukas ab Kapitel 24 und bei Johannes ab Kapitel 20.
(Kann man auch googeln)

In der Kirche brennt die Osterkerze, wer mag kann seine Osterkerze daran entzünden.


Machen Sie sich ein Körbchen mit Osterspeisen und sprechen sie ein Segensgebet.
z.B.: Du Gott des Lebens, wir feiern die Auferstehung Jesus Christi. Lass uns Ostern mit allen Sinnen feiern. Segne diese Speisen, die wir in der Freude über die Auferstehung genießen wollen. So bitten wir dich durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.
 
Hören Sie österliche Musik.

13. April  Ostermontag

An diesem Tag steht das Evangelium vom Emmausgang im Zentrum der Verkündigung. (Siehe auch Gedanken zum Osterfest

Jesus Christus, Bruder und Herr, du gehst alle Wege mit. Dafür danken wir dir. Gib, dass wir deine Wegbegleitung immer wieder erfahren und spüren dürfen.

Anregungen für den Tag: Wenn es Ihnen möglich ist und das Wetter mitspielt, machen Sie einen Emmaus-Gang. Damit meine ich einen Spaziergang, wo wir bewusst nach einem Zeichen des Lebens Ausschau halten. Vielleicht eine Frühlingsblume, eine kleine Pflanze, die sich trotz widriger Umstände dem Licht der Sonne entgegenstreckt, ein Schmetterling – was auch immer. Es wahr nehmen und sich daran freuen, das ist der Sinn des Emmaus-Ganges.

Ob man nun auf einem Spaziergang ist oder Zuhause, kann der Tag dazu einladen, darüber nachzudenken, wo man schon erlebt hat, dass sich nach schwierigen Zeiten wieder Türen geöffnet haben, nach freudlosen, dunklen Tagen, wieder Lichtblicke zeigten.


Nicht alles ist abgesagt
Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehung ist nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Musik ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt…

Ostern ist nicht abgesagt        
 

Nun noch etwas Humorvolles.

Es gibt den alten Brauch des Osterlachens. Diesen kurzen Witz habe ich vor einiger Zeit zugesandt bekommen.

Keine Sitzungen, kein Vereinsleben, kein Stammtisch.
Ich habe heute Abend mal mit meiner Frau gesprochen, die scheint ganz nett zu sein!                                                                                  

Miteinander verbunden im Gebet: Vorlagen zur Feier eines Hausgottesdienstes

Auf Anregung unseres ernannten Bischofs Dr. Bertram Meier stellen die Fachbereiche "Liturgie" und "Liturgische Bildung" ab dem morgigen Josefstag, 19. März, jeden Tag eine Vorlage zur Feier eines kurzen Hausgottesdienstes zur Verfügung. Diese Initiative ist wichtig, weil Gläubige wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht mehr gemeinsam in öffentlichen Gottesdiensten beten können. Lediglich für das private Gebet bleiben die Kirchen im Bistum Augsburg bis auf weiteres geöffnet.

Die Texte orientieren sich am jeweiligen Tagesevangelium. Sie finden sich ab sofort auf der Bistumshomepage unter dem Link www.bistum-augsburg.de/hausgottesdienste sowie einem Banner mit Bild des Doms am obigen Rand der Homepage. Sie werden laufend aktualisiert und zum Ausdrucken bereitgestellt.

Hausgottesdienste, bei denen Familien miteinander das Wort Gottes hören und gemeinsam beten, gehören seit langem zur Tradition in der katholischen Kirche. Sie können in der Form eines Hausgebetes oder in der Tradition der Tagzeitenliturgie gefeiert werden. Schon seit den Anfängen der Kirche vereinen sich Christen zur Feier der Tagzeitenliturgie. Vor allem am Morgen und am Abend, den Angelpunkten des Tages, loben, danken und bitten sie Gott. Sie erfüllen damit den Auftrag Jesu Christi und der Kirche: „Lasst nicht nach im Beten; seid wachsam und dankbar!“ (Kol 4,2).

Neben dem Stundenbuch ist die Tagzeitenliturgie im Gotteslob unter den Nummern 613 bis 667 zu finden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Tagzeitenliturgie kostenlos mit der App "Stundenbuch" auf das Smartphone zu laden. Sie wird vom Katholischen Pressebund in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Liturgischen Institut herausgegeben. Auch auf der Seite www.katholisch.de ist das Stundenbuch abrufbar.

Gläubige, denen die Feier der Tagzeitenliturgie nicht vertraut ist, können stattdessen auf das Angelusgebet (Engel des Herrn“, Gotteslob 3/6) zurückgreifen. Die Kirche betet dieses am Morgen, Mittag und Abend. Der Engel des Herrn ist eine einfache Form, den Tag über betend innezuhalten.