Spiritueller Impuls

In der Mitte des Monats Februar liegt der Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit. In diesem Jahr fällt er mit dem Valentinstag, dem Tag der Liebenden zusammen. Eine spannende Konstellation.

Bei Fastenzeit denken wir zunächst an Verzicht. Doch es geht beim Verzicht ja immer auch um Gewinn.

Auf etwas verzichten macht ja nur dann Sinn, wenn es dem Leben mehr nützt.

Diese Zeit lädt also dazu ein genauer hinzuschauen:
Was hat sich vielleicht an Lebensfeindlichem eingeschlichen?
Wo bin ich zu wenig achtsam mit mir selbst und mit anderen.
Wo müsste ich darauf verzichten mich und meine Meinung durchzusetzen,
wo müsste ich verzichten, nur Kritik zu üben, das Haar in der Suppe zu suchen, 
wo müsste ich mehr auf das „Ich“ verzichten und mehr das „Wir“ suchen.
So gesehen passen der Beginn der Fastenzeit und der Tag der Liebenden doch gut zusammen.
Was hat sich im Laufe der Zeit so an eingeschlichen?
Manches wird vielleicht zu selbstverständlich  - es fehlt das Danke oder das Bitte.
Manchmal legt sich die Alltagsroutine, das Funktionieren müssen über das Leben und die Liebe zu sich und dem Nächsten bleibt auf der Strecke.

Die Fastenzeit lädt ein, der Liebe und dem Leben wieder Raum und Nahrung zu geben.

Dem Leben und der Liebe wieder mehr Raum geben– das wünsche ich mir – für alle Paare, alle Liebenden, und ich wünsche es uns allen

Klemens Geiger, Pfarrer